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09/05 MEIN SOHN SOLL KOMIKER WERDEN
 

Mein Sohn soll Komiker werden!

Auf meine Routinefrage: „Wofür würden Sie gern aufstehen, wenn früh ihr Wecker klingelt?“ antwortete der junge Mann ohne größeres Zögern: „Mechatroniker!“, aber seine Mutter war ganz anderer Meinung.

Die Mutter kannte ihren Sohn und sah ihn als Komiker. Als ich mir daraufhin den Sohn noch einmal ansah, musste ich zustimmen. Er war ein langer und etwas hilflos wirkender Mann, der es faustdick hinter den Ohren hatte. Vielleicht doch eher Komiker als Mechatroniker?

Die Mutter hatte auf die Talente ihres Sohnes geschaut, das war gut. Dennoch hatte sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht, denn die Studien- und Berufswahl ist Teamarbeit, also konstruktive Mitarbeit.

Was hätte die Mutter machen müssen?

1) Sie hätte die Lebensläufe von Komikern anschauen sollen, damit sie herausfinden kann wie andere Menschen in diese Position gekommen sind.

2) Sie hätte nach Komikern im Bekanntenkreis Ausschau halten können oder im näheren Umfeld, und diese zum Kaffee und Kuchen einladen können um mehr über diesen Beruf zu erfahren.

3) Sie hätte in die Vorstellung eines Komikers gehen können und diesen vorher bitten können für ein Gespräch zur Verfügung zu stehen.

4) Sie hätte ins BIZ gehen können um sich zu erkundigen, ob es eine Berufsausbildung oder ein Studium zum Komiker gibt.

„Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen“, sagte Einstein. Das stimmt, aber erst wenn die Vorstellungskraft in der realen Welt bestätigt wird, dann hat man Großes geschaffen. Das macht Arbeit, die sich aber lohnt, denn nur so bleibt man kein Träumer und findet seinen Traumberuf.




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